Cameron kündigt im Falle einer Wiederwahl Referendum bis 2017 an
Die Conservatives um David Cameron gewinnen mit deutlicher Mehrheit.
Im britischen Parlament wird ein Gesetzesentwurf zum Referendum eingereicht.
Cameron stellt harte Forderungen an EU für Verbleib Großbritanniens
EU und Cameron finden einen Kompromiss. Es erfolgt die Bekanntgabe des Datums für das britische Referendum: Donnerstag, 23. Juni 2016.
Trotzdem nähern sich David Cameron und die EU-Partner an
Bei dem Referendum am 23. Juni 2016 spricht sich eine Mehrheit von 51,9 Prozent der Wähler für den Austritt Großbritanniens aus der EU aus: 17,4 Millionen Briten stimmen für den Brexit, 16,1 Millionen für den Verbleib. Damit wird das Vereinigte Königreich, das 1973 dem Vorläufer der EU beigetreten war, der erste Mitgliedstaat, der die EU verlässt.
Am 13. Juli wird Theresa May Premierministerin. Sie galt lange als EU-Skeptikerin, hatte sich vor dem Referendum aber dem Lager der Brexit-Gegner angeschlossen. May setzt den Austrittsbefürworter David Davis als "Brexit-Minister" ein. Brexit-Wortführer Johnson wird Außenminister, neuer Minister für internationalen Handel wird der EU-Skeptiker Liam Fox.
Am 2. Oktober kündigt May an, bis Ende März den Austrittsantrag nach Artikel 50 des EU-Vertrags in Brüssel einreichen. Danach beginnen die auf zwei Jahre angelegten Verhandlungen über die Entflechtung der Beziehungen zur EU.
Der Londoner High Court entscheidet, dass die Regierung die Verhandlungen mit Brüssel nur mit Zustimmung des britischen Parlaments einleiten darf. Am 24. Januar 2017 bestätigt Großbritanniens Oberstes Gericht die Entscheidung. Die Regierung behält ihren Brexit-Zeitplan trotzdem bei.