Für eine Zukunft ohne Atomkraft

Die Zukunft der Energiegewinnung gilt dem Strom aus Sonne, Wind- und Wasserkraft. Dafür kämpft Greenpeace.

Entsetzliche Unfälle wie Tschernobyl und Fukushima haben bewießen: Atomkraft ist riskant, ihre Gefahren sind nicht zu beherrschen. Auch im Normalbetrieb bedrohen Atomkraftwerke Mensch und Umwelt. Und den Frieden - denn zivile Atomkraft und militärische Nutzung von Atombomben sind eng miteinander verwoben. Die ganze Geschichte:

1971-09-01 08:36:53

So fing es an

Eine bunte Gruppe von Aktivisten auf einem alten Fischkutter nimmt Kurs auf die Aleuten, um gegen US-Atombombentests zu protestieren.

1972-10-01 00:00:00

Frankreichs Atomtests im Südpazifik

Seit den 60er Jahren testet Frankreich oberirdisch Atombomben im Südpazifik und verseucht Mensch und Umwelt. 1972 schließt sich der Kanadier David McTaggart mit seinem Boot Vega dem Protest von Greenpeace an. Die Aktivisten fahren in die Sperrzone, um einen Atomtest zu verhindern. Dies misslingt zunächst. Es folgen weitere Protestfahrten, die Umweltschützer müssen Festnahmen und Prügel einstecken. Die Aktionen erregen weltweit Aufsehen und setzen Frankreich unter Druck. 1974 stellt Paris die oberirdischen Tests für rund 20 Jahre ein.

1978-07-01 00:00:00

Europa kippt Atommüll ins Meer

Am 1. Juli 1978 deckt Greenpeace auf, dass europäische Länder Atommüll im Atlantik verklappen. Gegen diese Praxis protestiert die Crew der Rainbow Warrior immer wieder mit wagemutigen Schlauchbooteinsätzen. Ein Einsatz, der am Ende zum Erfolg führt: 1985 wird das Verklappen zuerst gestoppt, 1993 beschließt die London Dumping Konvention, die Entsorgung von radioaktivem Müll auf See ganz zu verbieten.

1981-06-03 08:36:53

Protest gegen russische Atomtests

Anti-Atomtest-Aktion mit dem Schiff Sirius in Leningrad. Sowjetische Behörden versuchen die Demonstranten daran zu hindern, Luftballons mit Protestpostkarten in die Luft zu lassen.

1983-08-28 10:46:10

Ballon gegen Atomtests

Protest gegen die Atombombentests von Ostblock und Wesmächtent: Mit dem Heißluftballon Trinity überqueren die Greenpeace-Aktivisten Gerd Leipold und John Sprange 1983 von Westberlin aus die Mauer, landen in der DDR und werden dort für kurze Zeit festgesetzt.

1984-10-31 08:36:53

Atommüll-Dumping gestoppt

Atommüllverklappung vorerst gestoppt: Lange Zeit ist es gängige Praxis der Atommächte, radioaktiven Müll im Meer zu versenken. Greenpeace deckte den Skandal auf und protestiert, auch mit Aktionen auf hoher See. Bei einer solchen Aktion wurde drei Jahre zuvor ein Greenpeace-Schlauchboot von einem Giftfass getroffen, ein Aktivist schwer verletzt. 1985 beschließt die Konferenz zur London Dumping Convention mit großer Mehrheit ein weltweites Moratorium zur Verklappung jeglichen Atommülls, 1993 folgt dann das offizielle weltweite Verbot.

1985-07-10 08:36:53

Frankreich versenkt die Rainbow Warrior

1985 demonstriert Greenpeace gegen die wieder aufgenommenen französischen Atomtests auf dem Moruroa-Atoll im Südpazifik. Bei einem Zwischenstopp im Hafen von Auckland wird die Rainbow Warrior von zwei Agenten des französischen Geheimdienstes versenkt. Eines der zwölf Crewmitglieder, der Fotograf Fernando Pereira, ertrinkt bei dem Anschlag. Das Attentat löst weltweit Bestürzung aus. Viele Menschen solidarisieren sich mit Greenpeace. Innerhalb von zwei Jahren verdoppelt sich die Zahl der Greenpeace-Förderer in Deutschland auf 120.000.

1986-04-26 08:36:53

Tschernobyl

Am 26. April 1986 explodiert ein Reaktor im AKW Tschernobyl in der Ukraine. Zehn Tage lang brennt er, gigantische Mengen Radioaktivität werden freigesetzt und vom Wind weiträumig verteilt. Über die Menschen der betroffenen Regionen kommt unvorstellbares Leid, das noch Generationen nach ihnen fortwirkt. Die Katastrophe beeinflusst maßgeblich die Atomkraft-Debatte in Deutschland und im übrigen Europa.

1987-06-01 08:36:53

An der Sellafield-Pipeline

Ein Greenpeace-Taucher protestiert am Einleitungsrohr der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield, Großbritannien. Dazu wird das Rohr zeitweise verschlossen. Die Anlage leitet radioaktiv verseuchtes Abwasser in die Irische See ein. Jahrelang engagiert sich Greenpeace gegen diese Verseuchung der Nordsee.

1988-10-06 08:36:53

Protest gegen Atomtransporte

Greenpeace-Aktivisten in Schlaubooten blockieren das Einlaufen des schwedischen Transportschiffes Sigyn und zünden Leuchtfeuer. Die Sigyn soll 24 abgebrannte hochradioaktive Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken in ein Zwischenlager nahe dem südschwedischen Oskarham verfrachten. Das Schiff hat schon mehrere Havarien hinter sich. Greenpeace demonstriert mit der Aktion gegen die Gefährdung von Mensch und Meer und fordert: kein Atommüll- Tourismus.

1988-10-27 08:36:53

WAA Wackersdorf vor dem Ende

Greenpeace-Aktion an der geplanten Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) Wackersdorf. Aktivisten erklettern einen Baukran und hängen ein Banner: „Sonne statt Plutonium". Am 31. Mai 1989 wird der Bau aufgrund der massiven Proteste eingestellt.

1989-05-12 08:36:53

Ob Hamburg oder Kiel

Am 18. Juni begrüßen ein Segelschiff und acht Schlauchboote von Greenpeace bei der Kieler Woche das mit Atomwaffen bestückte US-Schlachtschiff Iowa mit Transparenten: „Stop. No Nukes in Kiel". Einen Monat vorher, am Abend des 12. Mais, leuchtete eine Projektion an der Bordwand des britischen Flugzeugträgers Ark Royal, der zum 800. Hafengeburtstag die Stadt Hamburg angelaufen hatte: „Wir haben Atomwaffen an Bord".

1990-07-10 00:00:00

Letztes DDR-Kraftwerk abgeschaltet

Mit Block 4 geht im Juli 1990 das letzte DDR- Atomkraftwerk vom Netz. Nach der Wende wollte kein westdeutsches Energieunternehmen die riskanten Meiler russischer Bauart übernehmen. So endet diese Ähre lange bevor man in Westdeutschland über einen Atomausstieg nachdenkt.

1990-10-11 08:36:53

Verschollen

Weil sie in das geheime Atomtestgelände im russischen Atomtestgebiet Nowaja Semlja eindringen, werden 25 Greenpeace-Aktivisten festgenommen und nach Murmansk verschleppt. Nach internationalen Protesten gegen die Inhaftierung kommen die Aktivisten nach einer Woche wieder frei. (Foto: Solidaritätskundgebung in Bonn)

1991-04-18 08:36:53

Kein Atommülltourismus!

In der Nähe von Dünnkirchen protestieren Greenpeace-Aktivisten 18 Stunden lang gegen einen Zug mit abgebrannten Brennelementen aus dem AKW Unterweser, die in die englische Wiederaufbereitungsanlage Sellafield transportiert werden sollen. Sie besprühen die Waggons mit dem Totenkopfzeichen. Gleichzeitig veröffentlicht Greenpeace geheim gehaltene Routen, auf denen Atommüll durch Deutschland transportiert wird.

1991-04-23 08:36:53

Feuerwehr-Einsatz

Protest auf dem Brandenburger Tor anderthalb Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer: „Energie für den Osten – ohne Atomkraft“ mahnen Greenpeace-Aktivisten. Sie demonstrieren gegen die Pläne der westdeutschen Atomindustrie, in Stendal und Greifswald neue AKW bauen zu wollen.

1992-06-20 00:00:00

U2 gegen Sellafield

1992 steht für Greenpeace ganz im Zeichen des Kampfes gegen die neue Anlage zur Wiederaufbereitung von Atommüll in Sellafield. Auch die irische Rockband U2 protestiert mit Greenpeace. Dem deutschen Umweltminister überbringen Aktivisten radioaktiven Sand vom Strand in Sellafield. Der Sand strahlt so stark, dass er in Deutschland als Atommüll gilt. Die Umweltschützer fordern einen Stopp der Wiederaufbereitung deutscher Brennelemente im Ausland.

1993-11-08 08:36:53

Morsleben: Nicht dicht, Herr Töpfer!

20 Greenpeace-Aktivisten besetzten die marode Atommüllkippe Morsleben und protestieren dagegen, den Salzstock in ein atomares Endlager zu verwandeln. Im Salzbergwerk droht nämlich ein Wassereinbruch. Noch am gleichen Abend erklärt der damalige Umweltminister Klaus Töpfer (CDU), sich der Sache anzunehmen – das Aus für Morsleben kommt 1998. Am 30. November 2001 brechen 2500 Tonnen Gestein von der Decke, in einem nicht genutzten Teil. Als Gefahrenabwehrmaßnahme werden etwa eine Million Tonnen Spezialbeton in Morsleben verfüllt.

1993-11-08 08:36:53

Atommüll-Dumping gestoppt

Die 1978 begonnene, jahrelange Greenpeace-Arbeit zeigt Erfolg: Die London Dumping Convention beschließt, die Entsorgung von radioaktivem und industriellem Müll auf See ganz zu verbieten.

1995-04-24 08:36:53

Umstritten: Zwischenlager Gorleben

Ab 1995 dürfen in Gorleben bestrahlte, abgebrannte Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken sowie hoch radioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung solcher Brennelemente für 40 Jahre eingelagert werden. Die Halle umfasst auf einer Fläche von 5200 Quadratmetern 420 Stellplätze für die Castor-Transport- und Lagerbehälter. Im April 1995 kommt ein erster Transport an - der Auftakt einer jahrelangen Auseinandersetzung von Greenpeace und großen Teilen der Zivilgesellschaft mit der Atomlobby.

1995-06-01 00:00:00

Keine Atomtests in Moruroa!

Von 1966 bis 1998 nutzt Frankreich das Südseeatoll Moruroa für Atombombentests. Insgesamt 188 Bomben werden gezündet. Die Testreihen der Jahre 1995/96 führen weltweit zu heftigen Protesten, in Haiti kommt es zu schweren Unruhen. Greenpeace ist mit mehreren Schiffen vor Ort, Schlauchboote und Taucher sind direkt in der militärischen Sperrzone an den Einrichtungen des Atombombentests. Nach Abschluss der Tests spricht sich der französische Premierminister Jacques Chirac im September 1996 auf der UN-Vollversammlung für ein Verbot weiterer Testzündungen aus; heute werden die meisten Atombombentests am Computer simuliert.

1995-08-15 00:00:00

Protest in China

Greenpeace protestiert gegen Chinas Atomwaffen und ihre Tests. Die Geschäftsführer mehrere Länderbüros, darunter auch Thilo Bode, Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, entfalten ein Banner auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Die Aktion dauert nur wenige Minuten, dann werden alle Aktivisten verhaftet. Die Aktionsfotos müssen heimlich außer Landes gebracht werden und sorgen dann weltweit für Schlagzeilen. Chinesische Medien berichten nicht.

1997-01-27 08:36:53

Abgesägt

Greenpeace protestiert gegen den Transport abgebrannter Brennelemente aus dem AKW Krümmel in die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield. Eine Woche lang ketten sich Aktivisten mit einem Container an den Schienen des Werksgeländes in Krümmel fest, trotz schneidender Kälte – die Elbe ist zugefroren. Nach einer Woche Verzögerung bahnen Polizisten dem Transport den Weg, indem sie das ganze Schienenstück mit Container und Aktivisten absägen und zur Seite heben.

1997-03-01 00:00:00

Gegen die Bevölkerung

Mit jedem Castortransport, der hochradioaktiven Atommüll ins Zwischenlager Gorleben bringt, gehen mehr Menschen auf die Straße und wehren sich gegen diese falsche Politik. Zum dritten Castortransport 1997 versammeln sich mehr als 20.000 Demonstranten im Wendland. Es braucht tausende Polizisten, um der strahlenden Fracht den Weg ins Zwischenlager freizuräumen.

1997-06-01 00:00:00

Verseuchung dokumentiert

Messungen an den Abwasserrohren der Wiederaufbereitungsanlage im französischen La Hague zeigen: Die Atomfabrik verseucht die Nordsee. Boden- und Wasserproben sowie Meerestiere sind zum Teil so stark verstrahlt, dass sie als Atommüll gelten. Nach etlichen Greenpeace-Aktionen sperrt Frankreich den Strand von La Hague für die Öffentlichkeit.

1997-11-04 08:36:53

Klage gegen Energiekonzerne

Wegen fahrlässiger Gefährdung der Bevölkerung stellt Greenpeace Strafanzeige gegen die für Atomtransporte verantwortlichen Energieunternehmen. Die Umweltschutzorganisation fordert ein Exportverbot für das tödliche Frachtgut. Vorausgegangen waren dem Strafantrag unzählige Aktionen gegen Castortransporte wie die im dänischen AKW Gösgen. Doch bis zum Erfolg werden acht Jahre vergehen. Erst 2005 verbietet die Bundesregierung die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennstäbe im Ausland.

1998-01-01 00:00:00

Alternative zu Atomstrom gefordert

Nein zu Atomstrom: Greenpeace fordert Privatpersonen auf, sich bei der „Aktion Stromwechsel" zu melden. Innerhalb kurzer Zeit erklären sich 60.000 Haushalte bereit, für sauberen Strom ohne Atom und Kohle den Energieanbieter zu wechseln. Noch gibt es aber einen solchen Anbieter von grünem Strom nicht.

1998-06-01 00:00:00

Radioaktive Nordsee

Greenpeace nimmt Proben an den Abwasserrohren der englischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield. Die Messungen belegen: Die radioaktive Verseuchung der Gegend ist ähnlich großflächig wie bei einem Atomunfall. Jahrelang kämpft Greenpeace dagegen, dass Wiederaufbereitung in Deutschland als sichere Entsorgung für Atommüll gilt. Ohne Enstorgungsnachweis dürften deutsche Atomkraftwerke nicht betrieben werden.

2000-01-01 00:00:00

Grünen Strom selbermachen

Wer keinen Strom aus Atom- oder Kohlekraft haben will, hat ab dem 1. Januar 2000 eine Alternative: Greenpeace Energy. Die Genossenschaft wird gegründet, um sauberen Strom zu verkaufen, umweltfreundliche Alternativen zu Atomstrom voranzutreiben und die Energiewende in Deutschland mitzugestalten. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte.

2000-06-14 08:36:53

Der Anfang vom Atomausstieg

Die Rot-Grüne Regierung beschließt am 14. Juni 2000 den Atomausstieg für Deutschland; keine weiteren Atomkraftwerke werden gebaut. Im November 2003 wird das AKW Stade abgeschaltet, im Mai 2005 folgt Obrigheim. Weil für alle anderen AKW Restlaufzeiten vereinbart werden statt konkreter Abschaltdaten, geht Greenpeace dieser Atomkonsens mit der Wirtschaft nicht weit genug. Trotzdem: Ein Anfang ist gemacht.

2001-03-08 08:36:53

Mit Bannern gegen den Castor

Kurz bevor der Zug mit den Castorbehältern die Brücke im Wendland überqueren kann, stürmen Greenpeace-Aktivisten in die gesperrte Zone und hängen ein Banner an die Jeetzelbrücke. Nach drei Jahren Pause wegen Problemen mit den Transportbehältern erreichen 2001 drei Atomtransporte das umstrittene Zwischenlager in Gorleben. Jedes Mal unter massiven Protesten.

2001-09-11 00:00:00

Terrorgefahr für Atomkraftwerke

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wird schnell klar: Ein vergleichbarer Anschlag auf ein Atomkraftwerk könnte katastrophale Auswirkungen haben und Gebiete in der Größe von 100.000 Quadratkilometern unbewohnbar machen. Greenpeace klagt noch im selben Jahr gegen die Betriebsgenehmigung der sieben ältesten und störanfälligsten AKW in Deutschland. 2002 bestätigt eine geheime aber in der Zusammenfassung geleakte Studie der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit die Unbeherrschbarkeit solcher Anschläge. Es folgen Klagen von Anwohnern und Greenpeace gegen Brunsbüttel, Biblis A und B.

2003-06-01 00:00:00

Essen in Atomfässern

Ausnahmezustand im Irak. Nach dem Fall von Machthaber Sadam Hussein herrscht im Irak Chaos. Auch die Atomfabrik Tuwaitha unweit von Bagdad wird einfach abgeschaltet und nicht mehr bewacht. Anwohner der umliegenden Dörfer nehmen alles mit, was ihnen nützlich erscheint: Kabel, Rohre und verstrahlte Uranfässer, in denen sie dann Trinkwasser und Lebensmittel aufbewahren. Greenpeace verbringt mehre Wochen vor Ort und sucht nach radioaktivem Material. Die zum Teil hochradioaktiven Fundstücke werden der US-Armee übergeben, die daraufhin die Anlage sichert. Greenpeace versorgt die Bevölkerung mit sauberen Fässern.

2003-11-02 00:00:00

Castortransporte und kein Ende

Auch 2003 erreicht im November wieder ein Castortransport mit Atommüll aus der Wiederaufarbeitung das Zwischenlager in Gorleben. Wie jedes Jahr protestieren mehre zehntausend Menschen dagegen. Greenpeace-Aktivisten besetzen einen Förderturm im geplanten Endlager, um auf die Trinkwassergefährdung hinzuweisen. Gorleben wird zum Symbol einer Atompolitik, die an dem Willen der Bevölkerung vorbei geht

2004-04-05 00:00:00

Plutonium-Deal mit China gestoppt

Im Dezember 2003 wird bekannt, dass die Bundesregierung plant, die Plutoniumfabrik Hanau nach China zu exportieren. Dagegen engagieren sich Greenpeace und andere Umweltschutzorganisationen. Im April 2004 legt die Regierung diese Pläne ad acta.

2005-06-01 08:36:53

Verbot für Wiederaufarbeitung

Etappenziel erreicht: Die Rot-Grüne Regierung verbietet per Gesetz die Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken im Ausland. Dafür hat Greenpeace jahrelang gekämpft, dafür sind hunderttausende von Menschen auf die Straße gegangen und haben protestiert.

2005-11-21 00:00:00

Unterschätzte Neutronenstrahlung

Der von Greenpeace beauftragte Nuklearexperte Dr. Helmut Hirsch misst am Zaun des Castor-Verladebahnhofs von Dannenberg 3,45 Mikrosievert pro Stunde (Maß für die biologisch schädliche Wirkung der Strahlung). Damit ist die von den Behältern ausgehende Neutronenstrahlung in zwölf Metern Entfernung noch rund 230-mal höher als die gleichartige natürliche Hintergrundstrahlung. Das ist vor allem für die zehntausende Polizisten wichtig, die den Atomtransport begleiten. Aufgrund der Messergebnisse werden die Vorgaben für Mindestabstand, Aufenthaltszeit und Strahlenüberwachung für die Polizei verbessert.

2006-01-01 08:36:53

Uranvorräte der Welt

Greenpeace veröffentlicht eine Studie zu den Uranvorräten der Welt. Uran wird hauptsächlich für die Atomindustrie abgebaut. Jedes Kilogramm, das aus der Erde geholt wird, zerstört und verschmutzt die Umwelt und kann in Atombomben oder Atomkraftwerken zur tödlichen Gefahr für die Menschen werden.

2006-07-13 00:00:00

Kein Atomdeal USA – Indien!

Unten Bush, oben Greenpeace: Den Besuch des amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush in Stralsund nutzen Greenpeace-Aktivisten, um gegen die US-amerikanische Atompolitik zu demonstrieren. Die USA betreibt Atomdeals mit Indien - ein klarer Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag. Während Bush auf dem Marktplatz der Hansestadt redet, entrollen Aktivisten ein Banner am Turm der dortigen Nikolaikirche.

2007-01-03 00:00:00

Nebel reicht nicht

Auch den AKW-Betreibern ist mittlerweile klar, dass man Atomkraftwerke gegen Terrorangriffe wie gezielten Flugzeugabsturz schützen muss. Ihre Idee: Die Anlagen vernebeln, die GPS-Daten des Flugzeugs stören und dann das Flugzeug abschießen. In seiner Nebelstudie zeigt Greenpeace, dass das Konzept nicht ausreicht, um einen solchen Terrorangriff zu verhindern. Außerdem erklärt das Bundesverfassungsgericht kurze Zeit später, dass der Abschuss einer entführten Passagiermaschine nicht mit dem Grundgesetzt vereinbar ist – selbst, wenn die Maschine auf ein AKW zufliegt. Das Konzept wird daraufhin ersatzlos fallen gelassen.

2007-07-28 00:00:00

Störfälle in Pannenmeilern

Wegen eines Kurzschlusses kommt es im AKW Brunsbüttel zu einer automatischen Schnellabschaltung. Kurze Zeit später brennt ein Transformator im AKW Krümmel, auch der Reaktor muss per Schnellabschaltung vom Netz. Weil Betreiber Vattenfall die Störfälle herunterspielen will und die Wahrheit immer nur Scheibchenweise ans Licht gelangt, muss schließlich der Vorstandschef von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, seinen Rücktritt einreichen. Greenpeace warnt immer wieder vor der Gefahr, die gerade von Deutschlands störanfälligsten und ältesten AKW ausgehen.

2008-04-10 08:36:53

Gericht stärkt Rechte von Anwohnern

Menschen, die in der Nachbarschaft von Atomanlagen wohnen, können einen sogenannten Drittschutz beanspruchen; das entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Damit folgt es der Argumentation des Greenpeace-Anwalts und öffnet Anwohnern den Rechtsweg, gegen die Gefahren durch Atomanlagen zu klagen.

2008-11-07 08:36:53

Asse-Skandal

Greenpeace-Aktivisten entrollen ein 25 Quadratmeter großes Banner mit der Aufschrift: „Gorleben stoppen! Kein Endlager ist sicher!" auf dem Förderturm des Atommüllendlagers Asse II. Sie protestieren dort gegen die Lagerung des Mülls in Salz. In der Asse haben unter anderem die Atomkonzerne ihren strahlenden Müll abgekippt. Jetzt droht die Grube abzusaufen – und es stellt sich heraus, dass die Gefahr seit Jahren bekannt war.

2008-11-10 08:36:53

Strahlenmessungen in Gorleben

Greenpeace-Strahlungsmessungen am Verladekran in Dannenberg zeigen: In der Umgebung der neuen Transportbehältern ist die Neutronenstrahlung stark erhöht. Das Team misst in 14 Metern Entfernung 4,8 Mikrosievert pro Stunde, das ist 500-mal mehr als der normale Wert der Umgebung. Das heißt: Auch Polizisten, die den Atommülltransport ins Zwischenlager Gorleben begleiten, sind einer weit höheren biologisch wirksamen Strahlung ausgesetzt, als bisher gedacht.

2009-06-22 08:36:53

AKW Unterweser

Um auf die tödliche Gefahr aufmerksam zu machen, die von Atomkraftwerken ausgeht, klettern Greenpeace-Aktivisten in den frühen Morgenstunden des 22. Juni auf die Kuppel des Atomkraftwerks Unterweser bei Nordenham. Greenpeace fordert die sofortige Stilllegung des in den 70er Jahren gebauten Reaktors des Energieversorgers E.ON. Der Reaktor ist nicht ausreichend gegen einen Flugzeugabsturz oder terroristischen Anschlag aus der Luft geschützt.

2009-07-01 08:36:53

Deutsches Atomforum

Greenpeace-Aktivisten protestieren am 1. Juli mit Castor-Attrappe vor dem E-Werk in Berlin, wo das Deutsche Atomforum sein fünfzigjähriges Bestehen feiert. Rund 5700 als „meldepflichtige Ereignisse" bezeichnete Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken sind nach Greenpeace-Recherchen die Pannenbilanz aus 50 Jahren Atomkraft in Deutschland.

2009-08-29 08:36:53

Trecker-Demo Gorleben - Berlin

Hundert Trecker und weitere Fahrzeuge starten am 29.August vom Zwischenlager Lüchow-Dannenberg Richtung Berlin: Auftakt eines einwöchigen Trecks. Er endet in der Bundeshauptstadt mit einer Großdemonstration mit rund 50.000 Teilnehmern; Greenpeace protestiert dort gegen die Pläne von CDU/CSU, die Laufzeiten für AKW zu verlängern.

2009-09-11 08:36:53

Sieben Meiler, sieben Projektionen

Mit einer Projektion auf das Atomkraftwerk Philippsburg protestieren Greenpeace-Aktivisten gegen die Gefahr, die von dem alten Meiler ausgeht. „Sicher ist nur: AKW Philippsburg abschalten!“ fordern sie acht Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA. Zeitgleich projizieren Greenpeace-Aktivisten ihre Forderung nach Stilllegung an sieben weitere Atomkraftwerke: Biblis A und B, Unterweser, Isar, Neckarwestheim, Brunsbüttel und Krümmel.

2009-09-18 08:36:53

Bundestagswahl

Bundestagswahl. Die neue Regierung aus CDU/CSU und FDP streicht später den vertraglich festgelegten Atomausstieg und beschließt Laufzeitverlängerungen für AKW.

2009-11-16 08:36:53

Schwere Fracht

Greenpeace-Aktivisten protestieren im Fehmarnbelt gegen den Schiffstransport von Atomtechnologie zur Baustelle des AKWs im finnischen Olkiluoto. Das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ begleitet den Schwerlastfrachter Happy Ranger, sechs Aktivisten erklettern die Bordkräne. Das Schiff hat Dampferzeuger für den Neubau des Europäischen Druckwasserreaktors (EPR) geladen.

Für eine Zukunft ohne Atomkraft

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