Mobile Zeitreise

Vor mehr als 20 Jahren stellte Greenpeace ein Auto vor: den SmiLE – Small, Intellingent, Light und Efficient. Das war der Startschuss für eine Kampagne, die zeigt: Saubere Mobilität ist möglich. Es folgten Aktionen für Klimaschutz und bessere Luft, aber auch Studien, die Lösungen präsentierten – für einen Aufbruch in eine neue Beweglichkeit. Denn Mobilität ist mehr als Autofahren. Machen Sie eine Zeitreise durch unsere Verkehrskampagne.

1994-06-01 00:00:00

Kleine ganz groß

Falls überhaupt ein Auto, dann sollte es SmiLE sein, also Small, Intellingent, Light und Efficient. Greenpeace initiiert das Projekt für einen Prototyp, der all diese Eigenschaften in sich vereint. Keine zwei Jahre später wird exemplarisch ein handelsüblicher Renault Twingo mit heute verfügbaren Mitteln und Blick auf eine mögliche Serienproduktion verbrauchsoptimiert. Nachhaltige Mobilität ist von Beginn an Kern der Greenpeace-Arbeit, denn mit den Abgasen ihrer Fahrzeuge gefährdet die Automobilbranche sowohl Umwelt als auch Gesundheit.

1996-08-13 00:00:00

SmILE auf der Überholspur

Greenpeace präsentiert in Luzern ein neu entwickeltes Auto, das Umwelt und Geldbeutel schonen soll. Vor den Augen von fast zweihundert Journalisten tritt der Prototyp in einer zweistündigen Vergleichsfahrt gegen drei Kleinwagen an, darunter sein Ausgangsmodell Twingo. Das Ergebnis zeigt der Autoindustrie eindeutig, dass saubere Mobilität möglich ist: Der SmILE unterbietet den Verbrauch des Twingo um mehr als die Hälfte. In den nächsten Jahrzehnten wird sich jedoch zeigen, dass die Branche schwer zu belehren ist.

2002-09-26 00:00:00

Greenpeace belegt Wirksamkeit von Rußfiltern

Da ist der Beweis: Weiß auf Weiß. Greenpeace hat einen gebrauchten Mercedes Diesel nachträglich mit einem Rußfilter ausgestattet und präsentiert in Stuttgart das Ergebnis: Die eingebaute Anlage lässt nur noch ein Zehntausendstel der Partikel aus dem Auspuff; auf dem Filterpapier sind kaum Spuren zu sehen. Beim konventionellen Vergleichsfahrzeug sieht es hingegen düster aus, es hinterlässt einen großen schwarzen Fleck. So widerlegt Greenpeace die Behauptung der Autohersteller, eine Nachrüstung bereits ausgelieferter PKW sei nicht möglich.

2002-11-21 00:00:00

Mercedes zeigt sein wahres Gesicht

Die Stuttgarter Greenpeace-Gruppe hat genug von der Sauerei direkt vor der Haustür. Mit einem rosafarbenen Schweinekopf verhüllen die Umweltschützer deswegen den Mercedes-Stern auf dem Stuttgarter Bahnhofsturm, das Wahrzeichen des Autokonzerns. „Dieselruß macht Krebs – Mercedes macht mit“, heißt es auf dem Banner darunter. Damit fordern sie DaimlerChrysler dazu auf, seine Diesel-Fahrzeuge mit Rußfiltern aus- und nachzurüsten.

2002-11-22 00:00:00

Friedhof für Dieselrußopfer

Anderer Konzern, selbe Botschaft: Dieses Mal werden Greenpeace-Aktivisten nicht bei Mercedes, sondern bei VW vorstellig. Im Eingang der Konzernzentrale in Wolfsburg errichten sie einen symbolischen Friedhof aus 48 Kreuzen. Die 80 Zentimeter hohen Kreuze mit der Aufschrift „Dieselkrebs“ sollen an die Tausende Menschen erinnern, die jedes Jahr an den Folgen von eingeatmeten Dieselrußpartikeln sterben. Die Umweltschützer halten zudem zwei Banner mit der Botschaft „Dieselruß macht Krebs“. Wie alle deutschen Autohersteller weigert sich der Wolfsburger Konzern, seine Diesel-PKW mit Rußfiltern aus- bzw. nachzurüsten.

2003-07-16 11:07:54

Schuldig: DaimlerChrysler und VW

Fast ein Jahr nachdem Greenpeace die Wirksamkeit von nachträglich eingebauten Dieselrußfiltern bestätigt hat, weigert sich die Autoindustrie immer noch, diese einzusetzen. Greenpeace fordert die Bevölkerung deswegen in einer bundesweiten Kampagne dazu auf, Strafanzeige gegen die Übeltäter zu stellen. Dazu stellt die Umweltorganisation einen von einem Rechtsanwalt vorformulierten Anzeigentext zur Verfügung.

2003-07-23 00:00:00

Dieselruß: Vertrauen bis ins Grab

2,3 Milliarden Euro bezahlt die deutsche Volkswirtschaft jedes Jahr allein für Krebserkrankungen durch Dieselruß. Kosten und Leiden, die durch den einfachen Einbau von Rußfiltern vermeidbar wären. Doch Bundeskanzler Schröder schützt die Autoindustrie. Aus Protest gegen diese verantwortungslose Politik stellten Greenpeace-Aktivisten am Mittwoch einen Sarg vor der SPD-Zentrale in Berlin ab. Aufschrift: Hier ruht ein Verbraucher, der Vertrauen zur Regierung hatte.

2003-08-27 00:00:00

Düstere Zeiten für Lungen

Geht es hier zur DaimlerChrysler-Hauptverwaltung oder doch zur Metzgerei? Greenpeace-Aktivisten haben am Eingang des Gebäudes an einem Gerüst auf weißen Tafeln mit menschlichen Konturen zehn schwarz gefärbte Schweinelungen befestigt. „Lungen lassen sich nicht nachrüsten“, warnen die Aktivisten auf einem Transparent. Mit der Aktion protestierten die Umweltschützer im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung IAA gegen die Weigerung der Firma und der deutschen Autoindustrie, alle Diesel mit Filtern gegen gefährlichen Dieselruß auszustatten.

2004-06-08 00:00:00

Krankenstation Kanzleramt

Die verantwortlichen Politiker müssen mit mehr Druck an der Durchsetzung eines Gesetzes für Rußfilter bei schmutzigen Diesel-Fahrzeugen arbeiten. Um Bundeskanzler Schröder daran zu erinnern, haben Greenpeace-Aktivisten ein vermeintliches Krankenlager direkt vor seiner Haustür aufgestellt. Die sechs hustenden und keuchenden „Patienten“ protestierten mit Schildern mit der Aufschrift „VW-Diesel macht Krebs“ für die Einführung strenger Grenzwerte für Diesel-Abgase.

2004-07-14 00:00:00

Diesel-Schweine adieu

Das war überfällig! Nach jahrelangen Mühen zeichnet sich endlich ein Erfolg der Greenpeace-Arbeit zur Einführung von Rußfiltern bei Dieselfahrzeugen ab: Vertreter der Automobilindustrie sagen nach einem Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zu, künftig Diesel-PKW mit einem Partikelfilter auszustatten.

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