Die Prokon-Story - eine Chronologie

Berlin, 28. Januar 2014. Der Itzehoer Windkraftanbieter Prokon hat in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Ein Unternehmen, das von 75.000 Anlegern - darunter vielen Kleinsparern - rund 1,4 Milliarden Euro eingesammelt hat, steht vor dem Aus. Die Anleger fürchten um ihr Geld.

Diese interaktive Chronologie basiert auf den Recherchen des Investigativteams der "Welt"-Gruppe. Sie zeigt, wie es soweit kommen konnte. Das funktioniert ganz einfach. Sie können mit gedrückter Maustaste den Zeitstrahl nach links oder rechts ziehen oder unten in der Zeitleiste einzelne farbige Punkte anklicken. Auch hinter den Kästen finden Sie Informationen.;xNLx;;xNLx;Links unten finden Sie über dem Zeitstrahl auch einen Kreis mit der Beschriftung "3d". Dort können Sie die Ansicht verändern.;xNLx;;xNLx;Probieren Sie es einfach aus.;xNLx;;xNLx;;xNLx;;xNLx;Das Foto im Hintergrund zeigt Prokon-Chef Carsten Rodbertus (hinter den Mikrophonen) und seinen Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin bei der Pressekonferenz zur Insolvenzanmeldung.

Prokons flexibile Webseite

Prokons Webseite ist neben Rundbriefen zum wichtigsten Kommunikationskanal mit den Anlegern geworden. Aber die Homepage ist überraschend flexibel. Fakten und Daten, die dort an einem Tag stehen, sind am nächsten schon wieder anders oder nicht mehr auffindbar. Carsten Rodbertus nennt das gerne Transparenz. Alle anderen nennen das undurchsichtig.

Das Interview mit Rodbertus

Zwei Reporter des Investigativ-Teams interviewen in Itzehoe die Prokon-Geschäftsführer Carsten Rodbertus und Henning Mau. Das Gespräch dauert fast drei Stunden, aber viele Fragen bleiben offen. Henning Mau kündigt allerdings an, dass Prokon bis Mai einen Jahresabschluss für 2012 vorlegen werde - inklusive Testat durch Wirtschaftsprüfer.

Die Windmacher

Nach zwei Monaten Recherche erscheint eine Doppelseite zu Prokon in der "Welt am Sonntag". Die Geschichte trägt den Titel "Die Windmacher". Ihr Tenor: Die Energiewende ist ein Milliarden-Geschäft für Firmen, die sauberen Strom und tolle Renditen versprechen. Doch eine der größten von ihnen, Prokon, steckt in Nöten: Pannen, Schadenersatzklagen, ermittelnde Staatsanwälte.

Der Chef unter Verdacht

Schon im April 2013 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Prokon-Chef Rodbertus. Es liegen Anzeigen vor, die offenbar zum Teil auf persönliche Fehden von ehemaligen Geschäftspartnern zurückgehen. Keine der Ermittlungen führte bislang zu einer Anklage.

Keine Auskunft

Der kritische Bericht in der "Welt am Sonntag" hat Prokon nicht gefallen. Mit explizitem Verweis auf die Geschichte und ihre "völlig falschen Behauptungen" stellt Prokon die Pressearbeit ein. "Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie in Zukunft in Medienberichten über PROKON lesen 'Von PROKON gab es dazu keinen Kommentar.'"

Das ganz große Rad

Die "Welt am Sonntag" hakt nach, will wissen, wann denn nun wirklich der testierte Jahresabschluss für 2012 vorgelegt wird. Statt Zahlen gibt es großspurige Ankündigungen. Prokon will nun schon zwölf Milliarden Euro von Anlegern einwerben. Doch die Sparer müssen dem Windkraft-Unternehmen blind vertrauen: Statt des angekündigten Konzernabschlusses veröffentlichte die Geschäftsführung bisher nur einen nichtssagenden Entwurf.

Vorläufige Geschäftszahlen

Prokon stellt vorläufigte Geschäftszahlen ins Internet. Diese weisen deutliche Verluste aus und lassen vermuten, dass das Unternehmen einen Einbruch bei neuem Genussrechtskapital verzeichnet.

Prokon feiert sich

Fast 5000 Gäste kommen zum Prokon-Sommerfest nach Itzehoe. "Schön war's" - das Unternehmen feiert seinen Erfolg.

Kaum noch frisches Geld

Die "Welt" berichtet über eine Flaute der besonderen Art: Bis August sammelte der Windkraftkonzern Prokon monatlich 40 Millionen Euro neues Kapital ein. Jetzt sind es nur noch vier Millionen. Ein Wert, der Konzern und 74.000 Anlegern Sorgen bereiten dürfte.

Alarm der Anlegerschützer

Anlegerschützer prüfen die vorläufigen Prokon-Zahlen schlagen nun Alarm: Das Stammkapital des Windkraftkonzerns sei aufgebraucht, Verluste könnten nun die Anleger treffen. Prokon sieht das anders. Aber Anleger beginnen von nun an, ihr Kapital zurückzufordern.

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